Rund 30 Teilnehmende diskutieren über die finanzielle Lage der Kommunen und die Folgen für Sportvereine

Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Sportvereinen und Kommunal-Verwaltung folgten der Einladung des Kreissportverband Stormarn 21. Februar 2026 zur Informationsveranstaltung „Finanzielle Lage der Kommunen und deren Auswirkungen auf die Sportvereine“.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Kommunen und Vereine mit knapper werdenden finanziellen Ressourcen umgehen und welche gemeinsamen Lösungsansätze möglich sind.

Der Vorsitzende des Kreissportverbandes Stormarn, Adelbert Fritz, eröffnete die Veranstaltung und betonte die zentrale gesellschaftliche Rolle des Sports im Kreis. Gerade in finanziell angespannten Zeiten sei der organisierte Sport auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen.

KSV Stormarn-Vorstandsmitglied Jörg Baumann führte die verschiedenen Perspektiven aus Kommune und Vereinswesen zusammen und moderierte die anschließende Diskussion.

Aus kommunaler Sicht berichtete Jörg Müller, Bürgermeister der Gemeinde Tremsbüttel, über den Umgang mit knappen Haushaltsmitteln. Er verdeutlichte, dass Einsparungen häufig unausweichlich seien und sich diese direkt auf das Dorfleben und die Unterstützung von Vereinen auswirkten. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung des Sports für den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde.

Jens Hoffmann, Vorsitzender des TSV Trittau, schilderte anschließend die praktischen Auswirkungen finanzieller Einschränkungen auf die Vereinsarbeit. Er zeigte auf, wie der Verein auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert, Prioritäten setzt und neue Wege sucht, um Angebote langfristig zu sichern.

Ein weiterer Praxisbericht kam vom stellvertretenden Vorsitzenden des VfL Tremsbüttel, Lars Schröder. Er stellte die Neustrukturierung der Mitgliederbeiträge vor, die mithilfe des Programms „Beratung bieten, Zukunft gestalten“ des Landessportverband Schleswig-Holstein umgesetzt wurde. Die strukturierte Beratung habe dabei geholfen, transparente und tragfähige Lösungen für die Zukunft des Vereins zu entwickeln.

In der anschließenden Diskussion nutzten die rund 30 Anwesenden die Gelegenheit zum offenen Austausch. Dabei wurde deutlich, dass ein enger Dialog zwischen Kommunen und Sportvereinen unerlässlich ist, um auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Neben Sorgen über steigende Kosten und sinkende Zuschüsse wurden auch konstruktive Ansätze und Kooperationsmöglichkeiten erörtert.

Zum Abschluss fasste Adelbert Fritz die zentralen Erkenntnisse zusammen und betonte, dass der Kreissportverband Stormarn den Austausch weiterhin aktiv begleiten werde. Die Veranstaltung habe gezeigt, wie wichtig Transparenz, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Strategien sind, um den Sport im Kreis Stormarn nachhaltig zu sichern.